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SUSE für 2,5 Milliarden Dollar verkauft

5 Juli 2018

Das 2,53 Milliarden Dollar Baby bekommt seine Eigenständigkeit zurück

Die 1992 gegründete Linux- und Open-Source-Firma SUSE wechselt nach vier Jahren erneut den Eigentümer und soll weiter wachsen.

Verkauft wurde die Nürnberger Open-Source-Firma von Micro Focus an den schwedischen Finanzinvestor EQT Partners. Der Deal soll Anfang 2019 über den Tisch gehen, wenn die Aktionäre von Micro Focus zustimmen und auch die Wettbewerbsbehörden ihre Genehmigung erteilen.

Unter dem neuen skandinavischen Investor EQT soll SUSE unter der Leitung von CEO Nils Brauckmann als weitgehend eigenständiges Unternehmen agieren. Die Nürnberger können ihre Geschäftsaktivitäten im Bereich Open-Source-Unternehmenssoftware und Public Cloud weiter frei ausbauen. Dabei hat der neue Eigentümer bereits angekündigt, dass er vor allem in Personal investieren möchte. „Die Investitionen in Software-Ingenieure waren unter dem vorherigen Eigentümer etwas beschränkt. Das werden wir ändern“, sagte EQT-Partner Johannes Reichel Reuters am Montag. Nils Brauckmann erhofft sich von seinem neuen Arbeitgeber mehr Freiheiten und ein steileres Wachstum.  „Wir werden ein vollkommen unabhängiges Unternehmen.“SUSE

Unter dem Dach von sowohl Attachmate als auch Micro Focus konnten die Nürnberger beständig ihr Software-Angebot weiterentwickeln. Zum Kernprodukt Suse Enterprise Linux (SLES) kamen mit der Zeit unter anderem die Enterprise-OpenStack-Distribution SUSE Cloud, die Containermanagement-Plattform SUSE CaaS und die auf Ceph aufsetzende Speichersoftware SUSE Enterprise Storage.

In Nürnberg ist man davon überzeugt, dass die Akquisition zu einem sehr guten Zeitpunkt erfolgt. Für die digitale Transformation rücken Open-Source-Technologien und Lösungen bei Unternehmen immer mehr in den Mittelpunkt. Mit einer starken Marke und einer ganzen Reihe an marktführenden Infrastruktur- und Application-Delivery-Lösungen ist man ideal positioniert.

Der Jahresumsatz (Ende des Geschäftsjahres 31.10.2017) lag bei 320 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr konnte SUSE lt. eigenen Angaben sein Wachstum um ca. 20% steigern.
Ein Grund für den Verkauf könnte sein, dass Micro Focus mit dem Verkauf seine eigenen Schulden reduzieren möchte.

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