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Ulla Gardthausen – Subscription Sales

6 Juni 2018

Als Ossi hatte man es oft nicht leicht, aber ich habe durchgehalten

Wo ich herkomme, gab es weder Telefon noch Computer. Es gab auch nur 2 Fernsehprogramme und zwar das 1. und 2. DDR Staatsfernsehen.

Kurz nach dem Mauerfall hatte ich meine Ausbildung als Facharbeiterin für Postverkehr abgeschlossen. Dann hieß es ab in den Westen, um vor der drohenden Arbeitslosigkeit zu fliehen. Die Post AG stellte uns mehrere offene Stellen in Westdeutschland zur Auswahl und ich entschied mich als 17jähriges Mädchen vom Lande für die Großstadt München. Dort durfte ich die Besonderheiten der bayrischen Sprache kennenlernen. Unter „Fleischpflanzerl“ verstand ich ein Gemenge aus einer besonders fleischigen Pflanze und verweigerte dieses Gericht standhaft.

Zu Beginn arbeitete ich am Schalter und dort habe ich auch meinen späteren Mann kennengelernt. Nach sechs Jahren wechselte ich ins Projektteam „Erlebnisbriefmarken“ – eine nähere Beschreibung dieser Aufgabe ersparen ich allen. Zwei Jahre später machte ich eine Ausbildung zur Bankberaterin innerhalb der Post AG.

Für meine zwei Kinder habe ich 2003 meinen Beruf erst einmal an den Nagel gehängt und jobbte nur noch nebenbei in diversen Call Centern.

Als ich wieder eine neue Festanstellung suchte bin ich durch puren Zufall bei der Linuxland GmbH gelandet. Über eine Ebay Kleinanzeige wurde 2010 ein Mitarbeiter für die Telefonakquise gesucht. Mein Potential wurde erkannt, obwohl ich null Kenntnisse von Linux oder Open Source besaß. Man gab mir eine Chance, die ich dank meiner Neugierde auf neue Ufer gerne nutzte.

Jetzt bin ich schon seit 2010 mit Linux infiziert und fühle mich pudelwohl hier.

Ich habe einen festen Kundenstamm, den ich mit meinen Anrufen manchmal nerve, manchmal aber auch glücklich mache.

Fazit: Man muss mit der Zeit gehen und am Ball bleiben, dann kann man alles erreichen!