Referenzen

Virtual Desktop Infrastruktur (VDI): htw saar

Der Kunde

Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes Campus Alt-Saarbrücken

Die Branche

Forschung und Lehre

Die Ausgangssituation

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes stellt in ihrem zentralen Informatik-Labor Arbeitsplätze für Studenten, Hochschulmitarbeiter und Professoren bereit.

In der Vergangenheit erfolgte diese Bereitstellung über Oracle Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und Sun Ray Thin Clients. Es wurden 150 virtuelle Maschinen für unterschiedliche Zwecke betrieben.

2013 kündigte Oracle an, seine Virtual Desktop Infrastructure (VDI), zu der auch der Sun Ray Client und der Sun Ray Server und Infrastruktur-Komponenten gehören, nicht mehr weiterzuentwickeln. Das stellte die htw saar vor einige Herausforderungen:

Neben der Problematik des auslaufenden Supports, entstanden dem Kunden weitere Nachteile für seine bestehende IT-Infrastruktur: Die Performance der virtuellen Maschinen war teilweise nicht mehr zufriedenstellend und der Zugriff konnte nur über Sun Ray Clients in den dafür vorgesehenen Räumen erfolgen. Darüber hinaus war auch die USB Unterstützung durch Oracle VDI mangelhaft. Schlussendlich konnten weder VLANs innerhalb der VDI-Struktur konfiguriert werden, noch konnte die Pflege persönlicher virtueller Maschinen zentral erfolgen.

Ziel der Einführung einer neuen VDI-Landschaft war es, diese Nachteile zu beseitigen, jedoch trotzdem alle Vorteile einer VDI-Umgebung beizubehalten. Vorteile sind:

  1. die schnelle und einfache Bereitstellung von virtuellen Maschinen für Standard- und Spezialvorlesungen
  2. einfacher Import von vorkonfigurierten virtuellen Maschinen
  3. das unkomplizierte Patchen und Updaten des Systems.

HTWSaarLogo_VirtualDesktopInfrastruktur

Die Lösung

Ende 2015 entschied sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft für Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) als neue VDI-Lösung. RHEV ist eine kostengünstige und stabile Alternative für den Aufbau einer VDI-Infrastruktur mit hoher Funktionalität.

RHEV-M koordiniert hierbei die Workloads der RHEV-H-Server, verwaltet die VDI-Konfiguration, die Templates sowie die Desktop-Pools und sorgt für das automatische Ausrollen und Löschen von virtuellen Maschinen.

Auf der Seite des Benutzers ist ein Thin-Client mit SPICE-Support oder ein sonstiges Endgerät (Laptop, PC) erforderlich. Der Zugriff eines Benutzers zu einem virtuellen Desktop erfolgt stets über einen Webbrowser und das User-Portal. Damit ist die Verbindung zu den virtuellen Maschinen von jedem Standort aus möglich.

SPICE bringt alle Features mit, die für die Hochschule im täglichen Betrieb wichtig sind. Mit der USB-Redirection ist es möglich, fast alle USB-Geräte vom Thin-Client auf die Gast-VM durchzureichen. Clipboard Sharing ermöglicht das Kopieren über die Zwischenablage zwischen Gast-VM und Thin-Client. Mit der Multi-Monitor-Unterstützung ist die Verwendung von bis zu vier Bildschirmen mit einer Gast-VM möglich. Durch den Live-Migration-Support arbeitet der VDI-Benutzer bei der Migration einer Gast-VM auf einem anderen Hypervisor unterbrechungsfrei weiter. Die bidirektionale Audio- und Video-Übertragung würde auch VoIP-Telefonie, Videokonferenzen und auch das Abspielen von Filmen in Full-HD ermöglichen. Die verschlüsselte Übertragung erfolgt optional über OpenSSL.

Die Lösung die im Frühjahr 2016 für die Hochschule installiert wurde, umfasst drei Dell PowerEdge Server als Host-Systeme für die RHEV-Cluster, darüber hinaus einen Dell PowerEdge Server für die notwendige Server-Dienste und zuletzt ein Dell iSCSI Storage-System als performantes Speichersystem für die virtuellen Maschinen. Die Sun Ray Clients wurden durch Igel UD3 Thin Clients abgelöst, die neben RDP, ICA auch SPICE als natives Kommunikationsprotokoll unterstützen.

Der Geschäftsnutzen

Mit der Lösung von Linuxland und Red Hat verfügt die htw saar seit dem Frühjahr 2016 über eine VDI-Infrastruktur, die ihren Mitarbeitern und Studierenden direkten Zugriff von jedem Endgerät aus auf ihre Windows- oder Linux-Desktops ermöglicht.

„Dank der kompetenten Unterstützung der Linuxland konnte die Inbetriebnahme unseres Systems schnell und problemlos durchgeführt werden.” Prof. Dr. André Miede, htw saar